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Die Tipps und Informationen zur Haltung und Pflege von unseren Lieblingen wurden von mir - mit freundlicher Unterstützung von erfahrenen Tierärzten und Züchtern - zusammengestellt.

Es gibt immer wieder sehr viele Unsicherheiten bei der Haltung von Schildkröten.

Auf dieser Internetseite möchte ich im Umgang mit diesen doch sehr sensiblen Tieren helfen.

Schildkröten leben seit mehr als 200 Millionen Jahren auf der Erde.
Im Verlauf ihrer Evolution haben sie sich an die unterschiedlichsten Lebensräume angepasst.
Man findet sie in unwirtlichen Wüsten und Steppen ebenso wie in tropischen Regionen, auf dem Land in Flüssen und Ozeanen.

Schildkröten sind sehr bemerkenswerte Tiere. Die Urschildkröte entwickelte sich vor mehr als 200 Millionen Jahren. In der jetzigen Form existieren sie schon seit mehr als 150 Millionen Jahren.

Schildkröten sind Reptilien (Kriechtiere -Reptilia) mit einem knöchernen oder ledernen Panzer. In diesen können sie den Kopf und die Beine und den Schwanz ganz oder teilweise einziehen. Sie haben keine Zähne, sondern schnabelförmige Kiefer mit scharfen Hornschneiden. Sie gehen auf vier starken, mit Krallen versehenen Beinen, die sich zum Laufen, Kriechen und sogar bei Wasserschildkröten zum Schwimmen eignen. Der Rückenpanzer dient dazu die inneren und äusseren Körperteile der Schildkröte zu schützen.

Schildkröten sind in 13 Familien mit mehr als 200 Arten unterteilt. Sie leben in fast allen gemässigten subtropischen und tropischen Regionen der Erde. Sie leben in Wäldern, Flüssen, Tümpeln, Seen, Sümpfen, Steppen, Wüsten und Meeren. Schildkröten gibt es in allen erdenklichen Grössen und Formen.

Schildkröten werden als “Wechselwarme” (Poikilotherme) bezeichnet. D.h., die Körperwärme wechselt mit der Aussentemperatur. So setzten sie sich in der Abhängigkeit von der Körpertemperatur der Wärme aus oder meiden sie.

Schildkröten (Land- und Wasserschildkröten) tanken während des wichtigen Sonnenbades viel Wärme auf. Die verschiedenen Arten verlangen auch unterschiedliche Umgebungstemperaturen.


Schildkröten sind sensible und nicht leicht in Gefangenschaft zu haltende Wildtiere. Da alle heute noch existierenden Schildkrötenarten vom Aussterben stark bedroht sind, sollen sie nur gehalten werden, wenn eine artgerechte und über viele Jahre dauernde Pflege gewährleistet werden kann.
Schildkröten sind keine Haustiere und eignen sich keinesfalls als Spielzeug für Kinder!


Allgemeine Tipps zur Pflege und Haltung die unbedingt beachtet werden müssen


Wärme:
Schildkröten benötigen, wie alle anderen Reptilien auch, Wärmezufuhr von aussen, um ihren Körper auf die notwendige Betriebstemperatur zu bringen. Sie sind nicht in der Lage, wie die Säugetiere, eine konstante Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Durch Aufsuchen von geeigneten Sonnenplätzen wärmen sich die Tiere auf. Sobald die Temperatur unerträglich wird, suchen sie Schattenplätze auf, um sich abzukühlen. Deshalb muss bei der Haltung darauf geachtet werden, dass Sonnenstellen und Schattenplätze den ganzen Tag hindurch vorhanden sind. In unseren Breiten ist es erforderlich, Frühbeetkästen oder Gewächshäuser im Gehege aufzustellen, um zusätzliche Wärme während kühleren und regenreichen Perioden zu erzeugen und den Tieren bereitzustellen.

Schlupfwinkel:
Schildkröten benötigen trockene Verstecke, um sich zurückziehen zu können und Ruhephasen verbringen zu können. Die Tiere sind sehr standorttreu und suchen über Jahre hinweg immer wieder die gleichen Stellen auf. Die Schildkröten lieben es, sich im Gestrüpp oder unter Grasbüscheln zu verstecken.

Feinde:
Der Mensch gilt weltweit als grösster Feind der Schildkröte (Handel, Absammlung, unsachgemässe Haltung).
Hunde! Leider immer wieder ein Thema, dass Hunde Schildkröten als Spielzeug missbrauchen und dies in aller Regel tödlich für das Tier endet.
Ratten, Mäuse und Krähen gelten auch in unseren Regionen als Feinde.

Eiablagestellen:
Schildkrötenweibchen suchen ab Mitte Mai bis in den Juli hinein 1 bis 3 Mal stark besonnte, erdige und unbewachsene Plätze auf, um Eigruben auszuheben und die Eier abzulegen. Sie sind dabei sehr wählerisch, was die Eiablagestelle betrifft. Öfters beginnen sie zu graben, um alsbald an einer anderen Stelle nochmals zu beginnen. Fehlen solche Eiablageplätze können die Weibchen in Legenot geraten, was ohne tierärztliche Hilfe zum Tod führen kann.

Winterquartiere:
Schildkröten aus dem Mittelmeerraum überbrücken die kalte Jahreszeit mittels einer Winterstarre. Auch hier gilt es, geeignete Stellen zu schaffen, damit die Schildkröten die Zeit zwischen Mitte Oktober und Ende März ohne Schaden überstehen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Winterquartiere einzurichten, z.B. im kaltem Keller oder im Freigehege an geschütztem, trockenem und mäusesicherem Platz, wo sich die Tiere selbständig in lockerer Erde eingraben können.
Viele Schildkrötenbesitzer bevorzugen auch die Überwinterung in einer geeigneten Box im Kühlschrank. Der Vorteil liegt hier an der konstanten Temperatur.

Überwinterung:
Schildkröten aus winterkalten Regionen (europäischen Landschildkröten) halten eine Winterruhe. Wichtig ist, dass diese auch in der Gefangenschaft nicht fehlen sollte.

Fortpflanzung:
Schildkrötenpaarungen finden während der ganzen Aktivzeit statt, vermehrt jedoch in den Monaten März und April. Um eine erfolgreiche Bebrütung in unseren Breitengraden zu ermöglichen überführen wir die Eier nach ihrer Kennzeichnung in einen für Schildkröten geeigneten Brutapparat.


Gehege:
Schildkröten, europäische und auch tropische gehören unter Beachtung der Haltungsbedingungen unbedingt in ein Freilandgehege. Die Umzäunung sollte aus einer Holz- oder Betonverschalung bestehen. Je nach Grösse der Tiere die Umzäunung entsprechend Tief und Hoch ausrichten (Schildkröten graben und klettern sehr gerne).
Die Einrichtung umfasst einen ganztägig sonnenbeschienenen, unbewachsenen Erdhügel , zahlreiche schattenspendende Sträucher, ein mit Heu gefülltes Häuschen als Schlafplatz sowie eine flache Wasserschale.
Wie oben bereits erwähnt, eignet sich ein Frühbeetkasten mit automatischem Lüfter zur Temperaturregelung sehr gut als Behausung im Freigehege.
Hier können sich die Tiere je nach Bedarf, vor allem in den nasskalten Zeiten (April/Mai und September/Oktober) zurückziehen.
Eine natürliche Umgebung erreicht man mit Grasflächen (hier können die Tiere auch fressen) Steinplatten und Gebüsch.
In hügeligem Gelände bewegen sich die Tiere sehr gerne und ausserdem stärkt dies auch die Muskelkraft.
Sehr wichtig für die Tiere ist die sonnenreiche Lage des Geheges. Da es sich um wechselwarme Reptilien handelt ist natürlich auch für “Abwechslung” zu sorgen. D.h. Schattenplätze sind genauso wichtig - damit sie ihre Körpertemperatur durch Wechsel der Ruheplätze nach ihren Bedürfnissen entsprechend regulieren können.

Fütterung:
Das Futter für Schildkröten sollte so abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden.
Heu, Endiviensalat, Romansalat, Eissalat, Feldsalat, Radichiosalat, Friseesalat, Ruccola, Gartenkresse, Basilikum, Zucchini, Karotten, Löwenzahn, Brombeerblätter, Erdbeerblätter, Gänseblümchen, Thymian, Hibiskus, Huflattich.

Kein Obst - wenig oder kein Klee (Ausnahmen bei einigen tropischen Arten).

Empfohlene Lebensmittel zur Winterfütterung: Löwenzahn, Brunnenkresse, Endivien, Eisbergsalat, Karotten, Brennessel.   VERKAUF